| Chorulon® 1500 ad us. vet., Injektionspräparat |
Tierarzneimittel Kompendium der Schweiz |
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Gonadotropin (HCG) für Rinder, Pferde, Hunde
ATCvet: QG03GA01
Zusammensetzung
| - | Wirkstoff: Gonadotropinum chorionicum 1500 U.I. pro vitro |
| - | Hilfsstoffe: Mannitolum, Dinatrii phosphas dihydricus, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus |
| - | galenische Form: Praeparatio cryodesiccata |
Solvens:
| - | Dinatrii phosphas dihydricus, Natrii dihydrogenophosphas dihydricus, Aqua ad iniect. pro vitro 5 ml. |
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / Wirkungen
Chorulon® (Choriongonadotropin) ist ein komplexes Glykoprotein, welches das vom Hypohphysen-Vorderlappen weiblicher und männlicher Tiere gebildete und ausgeschüttete Luteinisierungshormon (LH) substituieren kann.
Beim weiblichen Tier fördert Chorulon® die Ausreifung der Follikel, die Ovulation und die Gelbkörperbildung. Aufgrund dieser Eigenschaften kann mit Chorulon® der normale Brunstzyklus reguliert oder wieder in Gang gebracht werden.
Beim männlichen Tier stimuliert Chorulon® die Bildung von Testosteron und beeinflusst auf diese Weise Entwicklung und Aufrechterhaltung der primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale. Chorulon® eignet sich somit zur Behandlung verschiedener Fortpflanzungsstörungen bei Rindern, Pferden und Hunden.
Pharmakokinetik
In wässriger Lösung wird HCG rasch von der Injektionsstelle absorbiert, maximale Plasmaspiegel werden bei Hunden nach 4 Stunden und bei Kühen nach 6 Stunden erreicht. Beim Hund ist die Bioverfügbarkeit bei intramuskulärer Injektion deutlich höher als nach subcutaner Verabreichung. Die terminale Halbwertszeit nach intramuskulärer oder subcutaner Injektion ist annähernd gleich wie nach intravenöser Injektion. Bei Kühen geht HCG nicht in die Milch über. HCG wird hauptsächlich durch Metabolisierung eliminiert (Abbau in inaktive Polypeptide und Aminosäuren), über den Urin werden nur 30% ausgeschieden.
Indikationen
Brunstlosigkeit, Ovulationsauslösung, Verbesserung der Konzeptionsrate, Ovarialzysten-Syndrom (zystische Follikeldegeneration), verlängerte Brunst, Nymphomanie.
Dosierung / Anwendung
Kuh, Rind
| - | Verbesserung der Konzeptionsrate: 1500 I.E. i.m. oder s.c. zum Zeitpunkt der KB (bzw. Belegung) |
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| - | Ovarialzysten-Syndrom: Brunstlosigkeit, verlängerte Brunst und/oder Nymphomanie aufgrund zystischer Follikeldegeneration: 3000 I.E. i.v. |
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| - | Brunstlosigkeit (stille Brunst mit kleinen Follikeln): 1500 - 3000 I.E. i.m. oder s.c. |
Stute
| - | Brunstlosigkeit (Follikel mit ≥ 2 cm Durchmesser): 1500 - 3000 I.E. i.m. oder s.c. Falls erforderlich, die Behandlung nach 2 Tagen wiederholen |
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| - | Auslösung der Ovulation zur Verbesserung der Konzeption: 1500 - 3000 I.E. i.v. zum Zeitpunkt der KB (bzw. Belegung) |
Hündin
| - | Brunstlosigkeit: 500 I.E. i.m. oder i.v. am 1. Tag der Läufigkeit und nach Vorbehandlung mit PMSG |
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| - | Verzögerte Ovulation, verlängerte Brunst: 100 - 500 I.E. i.m. Behandlung wiederholen bis zum Verschwinden des Scheidenausflusses |
Rüde
| - | Mangelhafte Libido: 100 - 500 I.E. i.m. 6 bis 12 Stunden vor dem Decken |
Die Spritzen müssen frei von Desinfektionsmitteln sein.
Unerwünschte Wirkungen
VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
In seltenen Fällen kann es, wie bei allen eiweisshaltigen Zubereitungen, kurz nach der Injektion zu anaphylaktoiden Reaktionen kommen. Beim Auftreten eines derartigen Zwischenfalles wird als Standardmassnahme Adrenalin (1:1000) intravenös oder intramuskulär injiziert. Auch die Applikation von Kortikosteroiden kann indiziert sein.
Der Wirkstoff dieses Präparates wird aus humanem Urin gewonnen. Daher kann das Risiko einer Übertragung von Erregern bekannter und unbekannter Natur nicht völlig ausgeschlossen werden.
Keine
Sonstige Hinweise
Nicht über 25°C lagern. Vor Licht schützen.
Nach Rekonstitution im Kühlschrank (2 - 8°C) aufbewahren und innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.
Medikament, für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Packungen
| Injektionspräparat: | 5 × 1500 U.I. Lyophilisat |
| + 5 × 5 ml Lösungsmittel |
Abgabekategorie: B
Swissmedic Nr. 49'451
Informationsstand: 10/2007
Dieser Text ist behördlich genehmigt.
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