| FASTest® RELAXIN |
Veterinärprodukte Kompendium der Schweiz
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In vitro Diagnostikum: Testkit zum Nachweis von Relaxin im Plasma/Serum von Hunden.
Zielspezies
Hund, Katze
Eigenschaften
Der FASTest RELAXIN basiert auf einem immunchromatographischen "Sandwich"-Prinzip. Sind bestimmte Mengen an Relaxin im Serum/Plasma vorhanden, reagieren die Relaxinmoleküle mit den an kolloidale Goldpartikel gebundenen monoklonalen Anti-Relaxin-Antikörpern. Diese Komplexe wandern entlang der Testmembran und werden im Bereich des Ergebnisfensters (B) von dort membranfixierten monoklonalen Antikörpern unter Bildung einer violett-purpur farbenen Testlinie abgefangen. Die nicht abgefangenen Komplexe wandern weiter und werden im Bereich des Kontrollfensters (C) von den dort membranfixierten monoklonalen Antikörpern unter Bildung einer zweiten violett-purpur farbenen Kontrolllinie abgefangen. Diese Linie beweist eine korrekt abgelaufene Testdurchführung.
Anwendungsmöglichkeiten
Bei der Hündin wird die Relaxinproduktion hauptsächlich von der Plazenta (Synzytiotrophoblast) übernommen. Bei trächtigen Hündinnen beginnt die Relaxinproduktion mit der Einnistung (15 Tage nach der Ovulation) der befruchteten Eizelle in der Uteruswand. Relaxin ist im Serum erstmals in der 4. Trächtigkeitswoche (frühestens ab Tag 22 - 28 post Ovulation) nachweisbar, steigt dann stark an und bleibt während der Trächtigkeit auf hohem Niveau bestehen. Aufgrund des ausschliesslichen Vorkommens nachweisbarer Relaxinmengen im Serum/Plasma trächtiger Hunde kann der FASTest RELAXIN als Indikator sowohl für eine bestehende Trächtigkeit als auch zur Überwachung der Trächtigkeit bei Verdacht auf spontanen Abort sowie zum Ausschluss einer Pseudogravidität benutzt werden. Trotz aller Labordiagnostik sollte eine trächtige Hündin dem Tierarzt regelmässig zur Kontrolle vorgestellt werden, damit der Trächtigkeitsverlauf, die Anzahl und die Entwicklung der Foeten mittels Ultraschall und/oder Röntgen überwacht werden kann.
Anwendung / Gebrauch
Informationen zum Probenmaterial
| - | Der Test kann sowohl mit Serum als auch mit Plasma (gerinnungsgehemmt mittels Heparin) durchgeführt werden. Kein Vollblut verwenden! |
| - | Wird das Serum/Plasma bei Raumtemperatur (max 20°C) gelagert, muss der Test sofort oder max. 4 Stunden nach der Blutentnahme erfolgen. |
| - | Wird das Serum/Plasma bei +4°C gelagert, muss der Test innerhalb von 2 Tagen nach der Blutentnahme erfolgen. |
| - | Wird das Serum/Plasma bei −20°C gelagert, kann der Test auch noch nach längerer Zeit erfolgen. |
Testdurchführung
| 1. | Entnehmen Sie die benötigte Anzahl an Testkassetten kurz vor Gebrauch aus der Verpackung und legen Sie diese auf eine ebene, horizontale Oberfläche. Beschriften Sie die Testkassetten auf dem dafür vorgesehenen Feld. |
| 2. | Geben Sie 2 Tropfen (ca. 80 µl) der Serum/Plasmaprobe mit der Einmalpipette in das Probenfenster (A) der Testkassette. Pipette dabei senkrecht halten (Abb. 1). |
| 3. | Geben Sie 2 Tropfen der Pufferlösung (ca. 80 µl) der Flasche A in das Probenfenster (A) der Testkassette. Flasche dabei senkrecht halten (Abb. 2). |
| 4. | Nach einer Inkubationszeit von 10 bis 30 Minuten muss eine Kontrolllinie im Kontrollfenster (C) zu sehen sein. Dann kann das Ergebnis im Ergebnisfenster (B) abgelesen werden. |
Testauswertung
Positives Ergebnis: Ist sowohl im Ergebnisfenster (B) als auch im Kontrollfenster (C) der Testkassette eine violett-purpur farbene Linie sichtbar, so ist das Testergebnis positiv. Relaxin konnte nachgewiesen werden (Abb. 3).
Negatives Ergebnis: Ist nur eine violett-purpur farbene Linie im Kontrollfenster (C) sichtbar, so ist das Testergebnis negativ (Abb. 4).
Ungültiges Ergebnis: Ist weder im Ergebnisfenster (B) noch im Kontrollfenster (C) eine violett-purpur farbene Linie sichtbar, so ist der Test ungültig und muss wiederholt werden (Abb. 5).

Hinweis
Mögliche Ursachen für falsch negative Testergebnisse:
| - | Falsche Probenmateriallagerung (siehe Informationen zum Probenmaterial). |
| - | Nichtabwarten der vorgeschriebenen Testdauer von 10 bis 30 Minuten. |
| - | Nur eine einmalige Testdurchführung mit negativem Ergebnis < 28 Tage nach dem LH-Peak, d.h. empfohlene Testwiederholung 1 Woche später wurde nicht durchgeführt. |
Ein negatives Testergebnis mindestens 28 Tage nach dem LH-Peak schliesst mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Trächtigkeit aus. Bei erfolgter Testdurchführung < 28 Tage nach dem LH-Peak und negativem Testergebnis sollte eine Testwiederholung nach 1 Woche erfolgen, um die Diagnose "Nichträchtigkeit" abzusichern.
Mögliche Ursachen für falsch positive Testergebnisse:
| - | Relaxinproduktion durch noch aktive Trophoblastenreste nach beginnender vollständiger Fruchtresorption oder nach beginnendem vollständigem Abort bis zu ca. 14 Tagen danach (nach vorläufig neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen). |
Sonstige Hinweise
| - | Der FASTest RELAXIN kann auch bei der Katze angewendet werden. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen kann Relaxin im Serum/Plasma der Katze frühestens ab Tag 26 bzw. 30 der Trächtigkeit nachgewiesen werden. |
| - | Im Falle stark hämolysierter Proben kann die Testlinie aufgrund des rötlichen Hintergrundes nur schwach sichtbar sein. |
| - | Testkit bei Raumtemperatur lagern (+15°C bis +25°C) und vor Hitze und Frost schützen. |
| - | Keine Reagenzien aus verschiedenen Testkits verwenden und für jede Probe eine neue Pipette verwenden. |
| - | Bei sachgemässer Lagerung haltbar bis Verfalldatum. |
Handelsformen
Kit zu 25 Tests, Kit zu 5 Tests, Kit zu 2 Tests:
| 25, 5 resp. 2 x 1 Testkassette |
| 25, 5 resp. 2 x 1 Kunststoff-Einmalpipette |
| 1 x Flasche Pufferlösung |
| 1 Gebrauchsanweisung |
Verkaufsart: Verkauf nur an Tierärzte
Hersteller
MegaCor Diagnostik GmbH, A-6912 Hörbranz
Informationsstand: 01.01.2008
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