| Vedaprofen - Pharmakokinetik |
CliniPharm Wirkstoffdaten |
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Allgemein
Aufgrund eines asymmetrischen Kohlenstoffatoms im Molekül, liegt Vedaprofen als Racemat seiner S(+)- und R(-)-Form vor. Die beiden Formen zeigen unterschiedliche pharmakokinetische Eigenschaften. Im Plasma und im entzündlichen Exudat dominiert die R(-)-Form (Hoeijmakers 1997; Lees 1999; Hoeijmakers 2005).
Beim Hund wird Vedaprofen schnell und vollständig resorbiert, besitzt eine hohe Bioverfügbarkeit und akkumuliert bei wiederholter oraler Gabe nicht im Plasma. Das pharmakokinetische Profil der Enantiomere im Plasma ist nach intravenöser, oraler und wiederholter Gabe identisch (Hoeijmakers 2005).
Das pharmakokinetische Verhalten im Pferd lässt sich mit einem offenen 2-Kompartiment-Modell beschreiben (Lees 1999).
Absorption
Beim Hund und Pferd wird Vedaprofen nach oraler Gabe schnell und nahezu vollständig resorbiert (EMEA 2000h; EMEA 2000i; Hoeijmakers 2005). Maximale Plasmakonzentrationen werden beim Pferd nach 2 Stunden, beim Hund bereits nach 0,6 Stunden erreicht (EMEA 2002b; Hoeijmakers 2005).
Verteilung
Vedaprofen wird schnell und umfangreich ins entzündliche Exudat verteilt und von dort nur langsam eliminiert. Somit sind MRT- und AUC-Werte für das Entzündungsexudat deutlich höher als für das Plasma (Lees 1999).
Metabolismus und Exkretion
In Pferden wird Vedaprofen schnell zu mono- und dihydroxylierten Metaboliten umgewandelt. Die Ausscheidung erfolgt zu 71 - 73% über den Urin und zu 10 - 14% über den Fäzes. Die renale Elimination ist nach 30 - 48 Stunden, die fäkale nach 72 - 84 Stunden abgeschlossen. Weniger als 1% der verabreichten Dosis verlässt den Körper unverändert (Seymour 1997b).
Wiederholte orale Gaben führen nicht zur Akkumulation im Körper (EMEA 2000i; Hoeijmakers 2005).
Verteilungsvolumen
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 0,225 l/kg |
| S(+): 0,502 l/kg (Lees 1999) |
Eliminationshalbwertszeit
AUC0-12 h Plasma
| Pferd (2 mg/kg p.o.): | R(-): 19,8 µg●h/ml |
| S(+): 2,52 µg●h/ml (Hoeijmakers 1997) |
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| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 7524 ng●h/ml |
| S(+): 1639 ng●h/ml (Lees 1999) |
AUC0-48 h Plasma
AUC im entzündlichen Exudat
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 9755 ng●h/ml |
| S(+): 4400 ng●h/ml (Lees 1999) |
Verhältnis AUCExudat / AUCPlasma
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 1,3 |
| S(+): 3,8 (Lees 1999) |
MRT (mean residence time)
MRT (mean residence time) im Exudat
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 3,67 h |
| S(+): 3,07 h (Lees 1999) |
Verhältnis MRTExudat / MRTPlasma
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 2,6 |
| S(+): 6,7 (Lees 1999) |
Wirkstoffspiegel
Maximale Plasmakonzentration
Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration
Wirkstoffspiegel nach intravenöser Injektion
| Hund 0,5 mg/kg: | Schneller Abfall der Plasmakonzentration von 4576 ng/ml 5 Minuten nach Applikation auf 2554 ng/ml 30 Minuten nach Applikation; |
| Weiterer Abfall auf 183 ng/ml nach 8 Stunden; |
| Zwischen 12 und 24 Stunden nach Applikation bleibt die Konzentration konstant bei 100 ng/ml; |
| Bei einigen Hunden ist ein erneuter Anstieg der Konzentration zwischen 10 und 24 Stunden nach Applikation zu beobachten. |
| Nach 24 Stunden fällt die Konzentration weiter ab und sinkt 48 Stunden nach Applikation unter die Nachweisgrenze (Hoeijmakers 2005). |
Wirkstoffspiegel im entzündlichen Exudat
Maximale Konzentration
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 2950 ng/ml |
| S(+): 1534 ng/ml (Lees 1999) |
Zeitpunkt der maximalen Konzentration
| Pferd (1 mg/kg i.v.): | R(-): 2,0 h |
| S(+): 1,3 h (Lees 1999) |
Plasmaproteinbindung
Bioverfügbarkeit
| Hund oral: | 86 - 100% (EMEA 2000h; Hoeijmakers 2005), Bei gemeinsamer Gabe mit dem Futter verringert sich die Bioverfügbarkeit (EMEA 2000h). |
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| Pferd oral: | 80 - 90%, Bei gleichzeitiger Gabe mit Futter deutliche Verringerung der Bioverfügbarkeit (50 - 60%) (EMEA 2000i). |
Nachweiszeiten Doping Pferd
| - | 2 mg/kg i.v. (Quadrisol®): | 96 h (4 Tage) (EHSLC 2006) |
| Hinweis: | Individuelle Faktoren können zur Verlängerungen der angegebenen Zeiten führen: z.B. der pH-Wert des Urins (abhängig von Ernährung und Belastung), reduzierte Leberdurchblutung bei starker Belastung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, Wiederaufnahme von ausgeschiedenen Sustanzen mit dem Stroh, Dosiserhöhungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, sowie Krankheiten. Deshalb besteht keine Gewähr für negative Dopingkontrollen nach den angegebenen Nachweiszeiten (EHSLC 2006)! |
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